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Schatz – für dich!

Sexting heißt der Trend, seiner vermeintlich besseren Hälfte ein paar pikante Schnappschüsse oder Videodateien per SMS oder WhatsApp zukommen zu lassen. Vermeintlich aus Liebe. Wie schnell dieser Liebesbeweis nach hinten losgehen kann und wie schmerzlich die Realitätseinschätzung der deutschen Gerichte im Hinblick auf diese scharfen Nachrichten ist, hat eine junge Frau nun schriftlich per Urteil des LG Frankfurt (LG Frankfurt  a.M., Urt. v. 20.05.2014 - Az.: 2-03 O 189/13).

Sie hatte – dem Trend folgend – ein paar vielversprechende Bilder für ihren Freund auf dem Handy gespeichert und hatte diese wohlmöglich schon wieder vergessen, als sie eine Freundin bat, ihr Smartphone an deren Laptop aufladen zu dürfen. Ob mit Absicht oder nicht – die Einblicke in das Intimleben der Freundin landeten auf der Festplatte und die Freundin hatte nichts weiter zu tun, als diese unter der Hand und per WhatsApp (und dem verschwörerischen Bemerken: Die hast du nicht von mir...!) an Creti & Pleti zu senden. Die Folge: Eine Freundin weniger und eine Schmerzensgeldklage über 10.000,00 € wegen erlittener Qualen, da der gesamte Schulbetrieb der damals 17-jährigen davon Wind bekam.

Das Landgericht Frankfurt reduzierte die Summe jedoch erheblichst. Lediglich 1.000,00 € wurden der fotogenen Freizügigen mit dem Bemerken zugesprochen, es sei nicht nachzuweisen, dass die Freundin die Bilder absichtlich besorgt habe und mehr noch, sei sie ja selbst die Urheberin dieser Bilder und müsse wissen, dass neben dem Reiz auch eine Gefahr darin liege, solche Intimportraits zu fertigen und zu verschicken. Vielleicht ist ein Strauß Blumen oder ernst gemeintes Ich liebe dich! der bessere Weg, seine Liebe unter Beweis zu stellen. Sexting gehört wohl eher nicht dazu...




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