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Amazon-Produktfotos von Marketplace-Händlern dürfen von anderen Marketplace-Händlern mitbenutzt werden

Amazon-Marketplace-Händler müssen Ihre eigenen Produktfotos beim Einstellen auch mit allen anderen Marketplace-Händlern teilen. Dafür müssen die Händler ihre Rechte uneingeschränkt an Amazon abtreten. Diese Regelung von Amazon hat das Oberlandesgericht Köln (Entscheidung 6 U 51/14) als gültig angesehen.

Dieses System von Amazon soll dazu dienen, dass Produktfotos nur einmalig eingestellt werden müssen und alle nachfolgenden Händler sich daran bedienen können. Dass Händler unter Umständen einen großen Aufwand dafür betreiben, um gute Produktfotos einzustellen, wird dabei allerdings nicht wirklich Rechnung getragen.

Dass das Gericht sich bei der Entscheidung auf Peer-2-Peer-Netzwerke beruft, ist schon sehr abwägig. Der Grundgedanke soll offenbar sein, dass von dieser Vorgehensweise des zur-Verfügung-Stellens alle Händler gemeinsam profitieren. Dies stimmt jedoch nicht ganz, denn der einstellende Händler hat von dem Freischalten seines Fotos für alle anderen erst einmal überhaupt nichts. Er verliert seine Rechte an den Fotos ohne dass es ihm persönlich etwas nutzt. Bei Peer-2-Peer-Netzwerken kann man sich aussuchen, was man hochlädt und ist zu nichts gezwungen. Auf Amazon ist hingegen klar, dass man ohne ein Produktbild nicht weit kommen wird. Man ist daher quasi dazu gezwungen, Amazon seine Rechte zu übertragen.




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